Aus Neuseeland frische Infos zu Besenreiser

Besenreiser sind kleine blaue Äderchen, die unter der Haut hervor schimmern und weniger als einen Millimeter im Durchmesser betragen.. Frauen sind davon öfter betroffen als Männer und die Besenreiser machen sich meist an den Beinen breit. Oberschenkel sowie Unterschenkel oder die Kniebeugen können davon betroffen sein. Die Besenreiser werden genau wie auch Krampfadern durch eine Bindegewebsschwäche verursacht, gelten jedoch im Allgemeinen als harmlos. Aus ästhetischer Sich sind die bläulichen Äderchen jedoch für die meisten Betroffenen ein Übel, dass man gerne beseitigen möchte. Von der Behandlung beim Arzt bis zu zahlreichen Hausmitteln gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, um die Besenreiser zu entfernen.

So unterscheiden sich Besenreiser von Krampfadern

Krampfadern und Besenreiser sind in erster Linie auf ein Erschlaffen des Bindegewebes zurückzuführen. Die Venenwände werden im Verlauf des Lebens schwächer und das Blut wird nicht mehr so effektiv befördert. Dadurch kommt es zu einem Blutstau in den Venen, der sie rot-bläulich durch die Haut schimmern lässt. Während bei den Krampfadern der Blutstau in den tiefer unter der Haut liegenden, größeren Venen auftritt, so sind bei den Besenreisern feine Venen unter der Hautoberfläche betroffen. Besenreiser stellen keine gesundheitliche Bedrohung dar, können jedoch signalisieren, dass man für Krampfadern anfällig ist und werden von vielen Experten als Vorstufe betrachtet. Die Besenreiser lassen sich relativ leicht beseitigen und gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Hausmittel und homöopathische Mittel
  • Bewegung
  • Cremes und Gels
  • Veröden oder Lasern beim Arzt

So beseitigt der Arzt die Besenreiser

ArztgeschirrBesenreiser müssen vom medizinischen Gesichtspunkt her nicht unbedingt entfernt werden, da sie kein Gesundheitsrisiko darstellen. Ein messbarer Einfluss auf die gesamte Blutzirkulation wird durch das Auftreten von Besenreisern nämlich nicht festgestellt. Wer sich dennoch von den als häßlich empfunden Besenreisern befreien möchte, kann diese von einem Venespezialisten behandeln lassen. Dem Arzt stehen zur Entfernung der Beseneiser zwei Methoden zur Verfügung.

Die Sklerosierung wird schon seit Jahren mit guten Erfolgen eingesetzt. Bei diesem Verfahren wird ein Mittel in die feinen Venen eingespritzt, das diese Veröden lässt. Die Venenwände schweißen sich durch die Einwirkung des Medikaments zusammen, so dass kein Blutdurchfluss mehr erfolgen kann. Nach einigen Tagen baut der Körper die kleinen Venen ab und die feinen blauen Striche verschwinden. Sind die Besenreiser großflächig, oder an mehreren Stellen zu finden, muss man mit mehreren Behandlungen rechnen. Nach der Behandlung verordnet der Arzt in der Regel für einige Tage das Tragen von Stützstrümpfen, um dem Gewebe während dieses Prozesses die nötige Festigkeit zu verleihen.

Eine neuere Methode zum Entfernen der Besenreiser ist die Behandlung mit Laser, die jedoch nur für sehr feine Adern empfohlen wird. Auch bei dieser Behandlungsweise müssen mehrere Sessionen je nach der Anzahl des Besenreiser eingeplant werden und es gilt ebenfalls, nach der Behandlung Kompressionsstrümpfe zu tragen. Bei größeren Arealen kann auch eine sogenannte Blitzlampe eingesetzt werden, die Lichtimpulse an die Haut abgibt und die Besenreiser ähnlich wie beim Lasern durch Hitze zerstört.

Vor der Behandlung sollte man sich beim Arzt über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erkundigen und sich über die beste Art der Besenreiser-Entfernung individuell beraten lassen. Einige Venenspezialisten wenden zusätzlich auch noch andere Methoden an, über die man sich in der Praxis informieren lassen kann. Man sollte beachten, dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Entfernung der Besenreiser nicht übernimmt, da es sich nicht um eine Krankheit im medizinischen Sinn handelt.

Bei dem Arztbesuch sollte vorsichtshalber das gesamte Venensystem gecheckt werden, um festzustellen, ob es sich bei den Besenreisern um Anzeichen für ein tieferliegendes Venenleiden handelt. Diese Behandlung kann mittels Ultraschall vorgenommen werden. Statistiken erweisen, dass rund 5 Prozent der Patienten mit Besenreisern ein anderes Venenleiden aufweisen.

Kosten und Nebenwirkungen der Behandlung

Bei der Verödung der Besenreiser hängen die Kosten von der Anzahl der betroffenen Stellen ab, die behandelt werden sollen. Man muss pro Behandlung mit mindestens 35 Euro rechnen und in den meisten Fällen sind mehrere Behandlungen notwendig. Einige Patienten sind gegen das Medikament, das zur Verödung eingesetzt wird, allergisch und es können sich Quaddeln bilden. Es kann auch zu Entzündungen kommen und auch bräunliche Hautverfärbungen können sich an den behandelten Stellen bilden.

Es ist empfehlenswert, vor der Verödung einen Allergietest durchzuführen, so dass individuell das beste Medikament bestimmt werden kann. Bei der Laserbehandlung sind die Kosten höher und man sollte sich auf mindestens 75 Euro pro Behandlung einstellen. Auch bei der Laserbehandlung kann es zu Hautverfärbungen und Entzündungen kommen. Bei einer Laserbehandlung ist der komplette Prozess nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen, während es bei der Verödung etwa drei Monate dauert, bis die Venen völlig abgebaut werden.

Vorbeugung gegen Besenreiser

Auch nachdem man die Besenreiser beim Arzt entfernen lassen hat, besteht die Möglichkeit, dass diese erneut Auftreten. Hat man eine Veranlagung zu Besenreisern und Krampfadern lassen sich diese kaum ganz vermeiden. Man kann jedoch einiges dazu beitragen, dass die Besenreiser so wenig wie möglich ausweiten oder gar in Krampfadern verwandeln. Bewegung der Beine ist dabei sehr wichtig, besonders für Frauen, die einer sitzenden Tätigkeit nachgehen. Park- und Waldwege mit einem festen Untergrund bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die Beine beim einfachen Laufen zu trainieren. Die Beinmuskulatur wird bei dieser Bewegung angespannt und übt auf diese Weise einen Druck auf die Venen aus, so dass der Blutrückfluss besser ablaufen kann.

Sport zum Vorbeugen

Auch Radfahren oder Schwimmern und selbst tanzen gehören zu den Sportarten, die der Beingesundheit gut tun und die Bildung von Besenreisern eindämmen können. Doch auch am Schreibtisch kann man einige Vorbeugungsmaßnahmen ergreifen. Mit einigen Übungen, die man regelmäßig durchführen kann, gewährt man den Venen Stabilität:

  • Im Sitzen die Füße kreisen lassen
  • Die Fußspitzen hochziehen und wieder ausstrecken
  • Im Stehen Fersen und Zehen heben

Diese Übungen kann man leicht mehrere Male am Tag wiederholen. Außerdem sollte man das Sitzen mit überschlagenen Beinen nach Möglichkeit vermeiden. Hochhackige Schuhe sollten ab und zu durch flache Modelle ersetzt werden und wenn möglich, sollte man die Beine hoch legen.

Berichte aus Neuseeland / September 5, 2015 / Allgemeine Infos

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